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Das Adriatische Meer stellt von alters her für die nördlichen Gebiete und das mitteleuropäische Festland den nächsten Seeweg zum mittleren Mittelmeer und zu den Zentren großer antiker Zivilisationen dar. Als wichtiges Durchzugsgebiet sind an seinen Küsten unauslöschliche Spuren aller Entwicklungszeiträume der europäischen und Weltzivilisationen zurückgeblieben, sowohl auf dem Festland als auch unter seiner blauen Oberfläche. Die Astronauten haben bemerkt, dass die Weltmeere wirklich eine solche Farbe haben, wie ihre Name besagt: Das Rote Meer ist wirklich rot, das Schwarze Meer schwarz, während die Adria eine intensive blaue Farbe hat. [>>>>>]
Nach Beruhigung der Kriegssituation in Kroatien und Bosnien konnte der Tauchtourismus in Kroatien seit 1996 einen beachtlichen Aufschwung verzeichnen. Die Zahl der Touristen stieg jährlich um 15 bis 20 %, und damit stieg auch die Zahl der professionellen Tauchzentren, die in der Nähe der attraktivsten Lokalitäten der Adria eröffnet wurden, damit Taucher aus aller Welt unter fachkundiger Leitung und entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen die Unterwasserwelt der kroatischen Adria sorglos genießen konnten. Heute gibt es etwa hundert registrierte und lizenzierte Tauchzentren, die meisten davon in Istrien und im Kvarner sowie im Gebiet Mitteldalmatiens. Die attraktivsten Tauchlokalitäten in der Adria sind sicher Unterwasserwände und -riffe, Unterwasserhöhlen sowie Schiffs- und Flugzeugwracks. Das unmittelbare Festlandmassiv Kroatiens ist eines der spezifischsten der Welt: Dalmatien liegt in einem Karstgebiet voller Spalten, Höhlen, Schlotten und Kanäle. [>>>>>]
Die Gewässer um Istrien haben eine geringere Tiefe, ein weniger klares Wasser und schlechtere Sicht, sind aber dafür reich an einem der am meisten gesuchten Inhalte des Tauchtourismus - an Schiffswracks. Die strategische Lage Pulas als Kriegshafen während der letzten Jahrhunderte und als Zugang zur Nordadria (Italien) erklärt, warum diese Zone so verkehrsintensiv und in Kriegszeiten von zahlreichen in der Nähe von Pula und am Eingang in den Kvarner stationierten Flottenverbänden gut verteidigt wurde. Die Zugänglichkeit der gesunkenen Schiffe in diesem Aquatorium haben wir der Tatsache zu verdanken, dass das Meer hier seicht und an der Westküste Istriens nicht tiefer als 40 Meter ist. An der Ostküste in Richtung Rijeka ist es bis zu 70 Meter tief. [>>>>>]
Das Gebiet der nördlichsten Adriainseln ist sehr attraktiv für Taucher, die an Unterwasserriffen und -wänden tauchen wollen. Die Gewässer um die Inseln Cres und Losinj können sich hinsichtlich der Klarheit des Meeres und des Reichtums der Unterwasserwelt mit den attraktivsten Gebieten der Adria messen, was besonders für die äußere, westliche Seite der Inseln gilt. Dieses Gebiet ist reich an Unterwasserriffen mit Gorgonien, Höhlen ("Katedrala" auf Premuda, Cutin an der Ostküste von Losinj) und bietet unterschiedliche Tauchbedingungen, sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Kategorien. [>>>>>]
Die großen Inseln Mitteldalmatiens sind hinsichtlich der Lokalitäten, die in diesen Gebieten besucht werden, gut mit Tauchzentren abgedeckt: Ciovo, die Südküste von Solta und Brac, Hvar und Vis sind die Hauptdestinationen. Es gibt auch Lokalitäten um das Gebiet zwischen Omis und Podgora, die von lokalen Tauchzentren besucht werden (Omis, Brela, Baska Voda, Makarska, Podgora, Gradac), während sich einige zu den nahe gelegenen Inseln hin orientiert haben. Einen Sonderplatz in diesem Gebiet nimmt die Insel Vis ein, die besonders reich an attraktiven Tauchlokalitäten und Wracks, Höhlen auf Bisevo und Vis (Blaue, Bären- und Grüne Grotte) ist. Zahlreiche archäologische Lokalitäten reihen Vis in eine unumgängliche Tauchdestination ein (Tauchzentren gibt es in Vis und in Komiza). [>>>>>]